BAföG rauf!

Erklärung

Die Kampagne war ein Erfolg und wurde beendet! Vielen Dank!

Wir brauchen eine Verbesserung des BAföG!

Das BAföG ist eine tragende und unersetzliche Säule der Studienfinanzierung. Durch das BAföG wurde in den letzten 35 Jahren die Chancengleichheit im Bildungssystem maßgeblich verbessert. Ohne diese Form der Studienfinanzierung wäre die soziale Selektion im Bildungssystem noch viel gravierender, als sie heute ohnehin schon ist. Das BAföG ist ein Mittel, um breiten Schichten den Zugang zur Hochschule zu ermöglichen. Deshalb muss es gegen Angriffe elitärer Bildungspolitiker jedweder Couleur verteidigt werden.

Die rot-grüne Bundesregierung hat wichtige Schritte zur Verbreiterung des Empfängerkreises des BAföG eingeleitet und damit dem BAföG wieder einen sozialen Stellenwert gegeben, der unter Bundeskanzler Helmut Kohl gänzlich unter die Räder gekommen war. Seit 2001 aber ist das BAföG nicht mehr an die allgemeine Kostenentwicklung angepasst worden. Es ist damit faktisch gesunken. Diese Situation wollen wir nicht länger hinnehmen. Zudem werden sich durch die Mehrwertsteueranhebung die Unterhaltskosten von Studierenden erheblich verteuern.

Heute ist das BAföG gerade für Studierende aus einkommensschwachen Schichten unersetzlich. Angesichts der erheblichen Mehrbelastungen gerade für diese Studierenden und die damit einhergehende dramatische Verschlechterung von Bildungschancen ist eine Verbesserung des BAföG dringend notwendig. Die nächsten Haushaltsverhandlungen sind dazu der richtige Anlass. Wir Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieses Aufrufes fordern daher die Bundesregierung und den Bundestag auf:

  1. Sich klar zum BAföG als Mittel der zur Schaffung von Chanchengleichheit im Bildungssystem zu bekennen und privatwirtschaftlichen Studienkrediten eine klare Absage zu erteilen.
  2. Das BAföG regelmäßig zu erhöhen und damit an die Kostensteigerungen der letzten Jahre anzupassen.
  3. Den Empfängerkreis des BAföG auszuweiten, um einer größeren Zahl von einkommensschwachen Studierenden Studienförderung zukommen zu lassen.
  4. Die Mitnahmemöglichkeit des BAföG bei Studienaufenthalten im Ausland zu verbessern, damit auch einkommensschwache Studierende Erfahrungen im Ausland sammeln können.
  5. Die Anspruchsmöglichkeiten für Migrantinnen und Migranten zu verbessern, um auch dieser Gruppe eine Förderung zu ermöglichen.
  6. Den Bedarfssatz für Studierende mit Kind zu erhöhen, um unnötige Studienabbrüche zu vermeiden.

ErstunterzeichnerInnen:

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